Was das Dach zum Schutz-Dach macht

Reinigung, Wartung und Sanierung halten Eindringlinge aller Art fern

Es war im Vorjahr eines unserer gefragtesten Blog-Themen: Schutz vor Einbrüchen übers Dach. Das Thema ist auch nach wie vor aktuell – aber in dieser Herbstsaison aus anderen Gründen. Denn wegen der Pandemie verbringen diesmal die meisten Menschen mehr Zeit zu Hause. Selbst in den Herbstferien fanden kaum Reisen statt. Auch die Einbrecher sind deshalb zu „Kurzarbeit“ gezwungen. Aber andererseits wird jetzt mehr in die Pflege des eigenen Heims investiert. Da sind das Dach und seine Sicherheit nicht nur wortwörtlich „ganz oben“. Welche schützenden Maßnahmen oder Leistungen sind besonders gefragt und wichtig?

Da fangen wir am besten mal mit den harmlosesten Eindringlingen an: den Algen und Flechten, die sich auf oder in den obersten Schichten des Eindeckmaterials festsetzen. Dort bilden sie einen Biofilm, der anschließend weiteren Vertretern der Pflanzenwelt Halt gibt, zunächst Moosen, später auch größeren Gewächsen. Das Wachstum wird durch zerfallende Laubreste begünstigt. Werden sie von Moos & Co. festgehalten, entsteht daraus nach und nach eine Humusschicht, in der Samen aller Art keimen können. Besonders gute Bedingungen finden die grünen Siedler überall dort, wo Beschädigungen die vermehrte Ablagerung humoser Schichten gestatten. Dazu gehören zum Beispiel Risse und Ritzen, Absprengungen und die von hervor­stehenden Kanten, Blechen usw. geschützten Bereiche.

Ein echtes Risiko für die Dachsubstanz stellen solche Besiedlungen zwar nicht dar, denn Mooswurzeln können Ziegel und Beton-Dachsteine nicht tiefer durchdringen. In gewisser Hinsicht kann man ihnen sogar etwas Positives abgewinnen, es sind nämlich Öko-Indikatoren: Grünbewuchs stellt sich umso stärker ein, je naturnaher und unbelasteter das Klima des Umfelds ist. Aber andererseits wird das bemooste Dach mit der Zeit natürlich unansehnlich. Und ein Haus mit grün-brauner „Pelzkappe“ sieht automatisch älter aus. Zudem hält ungewollter Bewuchs Regenfeuchtigkeit länger als gewünscht auf dem Dach, lose Pflanzenteile verstopfen Dachrinnen und Fallrohre. Auch zieht Bewuchs Vögel an, die bei der Futtersuche Moosplacken lospicken und nach unten schleudern, wo sie Haustreppe, Zuwegung und Terrasse verunzieren und sogar für Rutschgefahr sorgen können.

Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, den an sich ungefährlichen Flechten-, Algen- und Moosbewuchs zu entfernen bzw. seiner Ansiedlung vorzubeugen. Ihr 100 TOP-Dachdecker macht Vorschläge und bietet Ihnen verschiedene Möglichkeiten an:

Eigentlich immer sinnvoll ist eine Reparatur aller schadhaften Stellen im Rahmen der Herbst-Wartung; auch der Austausch von nicht mehr intakten Ziegeln, Schindeln und Dachsteinen gehört dazu. Das beseitigt schon mal viele Siedlungsflächen für grüne Mitbewohner. Einige Betriebe bieten darüber hinaus eine besondere professionelle Rei­nigung an. Vorhandene Moose, Algen und Flechten werden schonend entfernt und die Dachhaut mit einem umweltverträglichen Abwehrfilm imprägniert. Je nach den sonstigen Bedingungen und Bauteilen kann auch noch die Anbringung von kup­fernen Elementen in Frage kommen. Ihre Oberfläche reagiert mit dem Regenwasser, es bilden sich Substanzen, die Algen abtöten. Kupfer sollte jedoch nie im do-it-your­self-Verfahren ohne fachlichen Rat angebracht werden, weil sich viele andere auf dem Dach verwendete Metallsorten und -teile nicht mit Kupferelementen vertragen.

Neben pflanzlichen Eindringlingen gibt es auch eine Reihe tierischer Interessenten für längere Aufenthalte auf oder unter Ihrem Dach. Vor allem nutzen Vögel gern defekte Stellen und Hohlräume zum Nisten. Auch allerlei Nager und einige Insekten­arten begeistern sich für die Top-Etage. Am meisten gefürchtet ist der Marder, denn wenn er einmal ein Dach-Quartier bezogen hat, ist er nur mit Unterstützung eines Kammerjägers wieder zu vertreiben. Bis dahin hinterlässt er neben übelriechenden Verdauungsrückständen gern auch verwesende Beute-Überreste im Bereich seiner Behausung. Im Verhalten kaum diskreter sind beispielsweise Haselmäuse, Siebenschläfer – und immer häufiger auch Waschbären. Die eigentlich bei uns nicht heimi­schen Kleinbären können regelrecht „randalieren“. Als gewandte Kletterer gelangen sie mühelos nach oben und sind dort in der Lage, Bauteile zu lockern, ja  sogar ganze Ziegel und Dachsteine ab- oder aus dem Dach heraus zu reißen.

Damit Ihr Dach diese ungebetenen Gäste gar nicht erst einlässt, inspiziert Ihr 100 TOP-Dachdecker alle Dachbereiche, verschließt Öffnungen sicher und bringt bei Bedarf auch rund um die Fallrohre Marderbürsten an, die zuverlässig verhindern können, dass Tiere von den Rohren auf und ins Dach gelangen.

Die optimale Vorbeugungsmöglichkeit bietet sich natürlich bei Neubau, Modernisierung und Sanierung: Dann kann man von Grund auf „alles richtig machen“, zum Beispiel durch einfache und günstige Maßnahmen wie das Einziehen einer Lage Kükendraht unterhalb der Eindeckung für Besucher-Abwehr sorgen.

Die Drahtschicht extra erschwert übrigens auch diebischen menschlichen Eindring­lingen den Zugang zum Gebäude. Ihr Dachdeckerbetrieb kennt sich aus und prüft, wo und wie sich der Schutz verbessern lässt. Zum Beispiel durch Sicherung der Dachluken, durch Einbau von einbruchhemmenden Rollläden an Gaubenfenstern sowie entsprechende Nachrüstung von Dachflächenfenstern. Profile, Beschläge und Verglasung: Alles kann zum besseren Einbruchschutz beitragen. Auch angrenzende Bauten und Gebäudeteile müssen mit ins Sicherheitskonzept einbezogen werden, so etwa das Dach des Wintergartens.

Das Dach mit in einbruchhemmende Maßnahmen einzubeziehen ist inzwischen ein Muss, da Dach-Einbrüche in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Schließlich sind sie oft besonders leicht: Es wird einfach auf der Hinterseite des Hauses an einer nicht einsehbaren Stelle ein Stück Dach abgedeckt, die Dämmung eingetreten – und schon ist man drin. Es sei denn, es gibt noch das schon erwähnte Anti-Marder-Drahtgeflecht und möglichst auch noch eine von innen fest angebrachte Verkleidung, beispielsweise aus Holz oder Trockenbauplatten. Ganz nebenbei ein Grund mehr, warum Sanierung, Modernisierung und Dachgeschossausbau sich lohnen. Wir sind mit einem breiten Leistungsangebot gern für Sie da.