Urgemütlich, naturgemütlich

Deutschlands neue Patio-Passion

Patio bezeichnet eigentlich einen von Wohnräumen umschlossenen Innenhof, wie er typisch ist für die Bauweise der Mittelmeerländer. Inzwischen ist das Wort aber auch international zum Schlüsselbegriff eines Outdoor-Lebensgefühls geworden. Patio-Lifestyle, das heißt Entspannung, geselliges und genussvolles Miteinander, Mußestunden und lange Sommerabende. All das in der intimen Atmosphäre eines mediterran oder exotisch gestalteten Rückzugsraums unter freiem Himmel. Diese lauschige wohnliche Zone zwischen draußen und drinnen bildet den Mittelpunkt. Einerseits durch Gebäudeteile, Trennwände, Einfriedungen abgegrenzt und privat, andererseits aber doch im Freien und daher meist auch mit Rank- und Kübelpflanzen begrünt.

Dass derzeit Urlaubsreisen zu Sonnenzielen stark eingeschränkt sind, hat dem Patio-Trend wesentlich Vorschub geleistet. Viele Hausbesitzer interessieren sich jetzt verstärkt für Möglichkeiten, das Heim um einen geschützten Freiluftraum mit Innenhofambiente zu ergänzen und zu erweitern. Im Idealfall schon in dieser Saison, um die sonnigen Monate möglichst noch gut zu nutzen.

Überdachtes Freiluftvergnügen

Zu den Fachleuten, die mit Beratung und Handwerksleistungen Patio-Wünsche Wirklichkeit werden lassen, gehören die Dachdecker. Je nach Schwerpunkt des Betriebs haben sie die attraktive Bandbreite der möglichen Bauformen und Arbeiten ganz oder teilweise im Repertoire:

  • Bau, Abdichtung und Überdachung von ins Dach geschnittenen Loggien
  • An- und Ausbau, Sanierung und Modernisierung von Balkonen
  • Bau, Abdichtung und Ausbau von Dach- sowie ebenerdigen Terrassen mit Verlegung von Stein-, Fliesen-, Platten- oder Holzbelägen
  • Umgestaltung von Flachdach-Gebäudeteilen, zum Beispiel Garagendächern, zu Dachterrassen
  • geschlossene oder offene (Pergola-) Terrassenüberdachungen, freistehend oder mit Verbindung zur Immobilie
  • Fassadenarbeiten, Anpassung der Fassade an „Outdoor-Wohnzwecke“
  • Innenhof-Überdachungen, Überdachungen von Durchgängen und zwischen Gebäudeteilen
  • Anpassung, Ausbau oder Ergänzung von vorhandenen Baulichkeiten wie etwa Schuppen und Wintergärten
  • Vordächer, Veranden und Verandadächer

Typischerweise ist ein echter mediterraner Innenhof nie komplett durchgehend überdacht, sondern hat lediglich regengeschützte teilüberdachte Zonen. Bei kleineren Patios sind dies wohnliche Sitz- und Aufenthaltsbereiche, bei großen verläuft manchmal rundum ein überdachter Säulengang.

Alternativ oder ergänzend können Balken oder Streben ein schützendes Blätterdach von Rankpflanzen tragen oder Planen, Stoffsegel oder Lamellen gegen starke Sonneneinstrahlung und Regen abschirmen.

Durch die luftige Teilüberdachung wird erreicht, dass der Patio im Sommer immer einen Schattenplatz bietet und sich in Frühjahr und Herbst die Draußen-Saison erheblich verlängert. Da ein Patio ein besonderes Mikroklima hat, gedeihen hier Pflanzen natürlich besonders gut. In vielen Patios wuchert daher üppige Pflanzenpracht. Oft werden selbst Treppenstufen, Absätze und Mauervorsprünge zum Aufstellen von Blumentöpfen genutzt.

Für hiesige Bauformen interpretiert und adaptiert

Die klassische, in unseren Breiten fast nie anzutreffende Atriumbauweise, bei der Gebäude und Gemäuer den Patio vollständig umschließen, kann die Sommerwärme natürlich besonders lang wortwörtlich im Haus halten. Aber auch Patios im Einklang mit typischer nordeuropäischer Architektur und Hausbautypen erlauben eine deutliche Ausdehnung der Freiluftsaison. Ein wichtiges Merkmal ist in jedem Fall, dass auch partielle oder vollständige seitliche Begrenzungen mit dazu gehören. So wird erreicht, dass tatsächlich ein Innenraum-Gefühl entsteht, obwohl sich solch ein Patio gar nicht inmitten eines Hauses oder baulichen Ensembles befindet.

Die Dachformen werden technisch und optisch so gestaltet, dass sie mit dem Rest des Hauptgebäudes perfekt harmonieren. Von einer viertel- oder halbrunden Metallüberdachung über Balkonumbauten, Steildach-, Pultdach-, Strahlendach, Walmdach-, Eckdach- und Flachdachkonstruktionen bis hin zu transparenten, leichten Lösungen mit Kunststoff und Glas passt handwerkliches Können jeden Patio an die baulichen Gegebenheiten und den Stil des Hauses an. Eine besonders attraktive, da oft bequem und günstig zu realisierende Möglichkeit ist, den Bereich zwischen Haus und Garage durch ein Dach zu verbinden und zur Straße hin abzutrennen, um einen umschlossenen Raum zu schaffen.

Lassen Sie sich von Ihrem Dachdecker im Vorfeld unbedingt auch informieren, ob und welche Maßnahmen eventuell genehmigungspflichtig sind. Manche Betriebe übernehmen sogar die Abklärung mit den Baubehörden und holen die entsprechenden Genehmigungen für Sie ein.

Der Patio-Stil: Ausdruck von Lebensgefühl

Besprechen Sie mit Ihrem Dachdeckermeister ebenso, wie Sie das Leben in Ihrem Patio gestalten und den Frei-Raum einrichten möchten. Denn das hat wesentlichen Einfluss auf den Entwurf, die Wahl der Baumaterialien und die gestalterische Umsetzung. Hier ein Überblick über die beliebtesten Patio-Einrichtungsstile und passenden Dach-Designs:

  • Beach Home Wenn Sie Ihrem Patio maritimes Freizeit-Flair verleihen wollen, gehören unbedingt Streifenmuster und die typischen Strand- oder Navyfarben zur Dekoration, also Blau-Weiß- oder Hellblau-Weiß-Kombinationen. Teak, verwittert und ausgewaschen wirkende Holzoberflächen sowie das von Natur aus eher graue Kubu-Rattan passen perfekt für die Möbel. Auch der Boden ist idealerweise aus Holzplanken. Das Dach trägt am besten eine weiß oder hell gestrichene Konstruktion – und trägt so auch den Stil mit.
  • Boho Style Entspannt und relaxed mit einem Hauch Hippie-Ästhetik. Bunte Farben und Textilien, Vintagemöbel, folkloristische Elemente sorgen für eine unkomplizierte Raumstimmung. Wichtig sind Naturmaterialien wie Bast, Geflecht, unbehandeltes Holz. Die Gestaltung sollte entsprechend nicht zu „ordentlich“ wirken. Ein Natursteinboden ist ideal. Auch für die Dachkonstruktion empfehlen sich eine natürliche Anmutung und die Verwendung von viel Holz.
  • Südasien & Fernost Zarte Farben, Bambus- und Rattanmöbel bestimmen die südostasiatische Stilrichtung, lebhaft bunt wird es dagegen mit Stilzitaten aus dem indischen Kulturraum. Zu beiden Dekostilen passen leicht wirkende tragende Konstruktionen aus lackiertem Metall. Interessant: Inzwischen gibt es auch für den Außenbereich Terrassendielen aus Bambus. Rattan und Bambus aus zertifiziertem Anbau zählen als schnell nachwachsende Holz-Alternativen zu den besonders nachhaltigen Materialien.
  • Klassisch Mediterran Bei der Dekoration haben Sie die Qual der Wahl. Sollen es griechische Blau-Weiß-Kontraste sein, strenger mallorquinischer Finca-Stil mit Ikat-Stoffen, erdige Toscana-Farben oder provençalische Buntheit? Wie auch immer Sie sich entscheiden – den Rahmen bilden stets die typischen Materialien des Mittelmeerraums mit Stein- oder Terracottaböden, eher rustikalem Gebälk oder dunkel gestrichenen Metallträgern, rauem, hellem Putz an Wänden und Fassade und einer natürlichen Eindeckung.
  • Orientalisch Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten – wunderschöne Reiseziele, an die ein Patio stilvoll erinnern kann. Die traditionelle marokkanische Riad-Bauweise gehört ja schließlich sogar zu den Patio-Paten! Ergänzen Sie großzügige Sitzmöbel und schön gemusterte Fliesen durch einen kleines Wasserbecken oder einen Springbrunnen als Mittelpunkt. Dach und Wände sollten hell und schlicht sein, vergitterte Wanddurchbrüche erlauben den Blick nach draußen und erinnern an Pavillons in alten arabischen Gärten.
  • Shabby Chic Rostig, angestoßen, verblasst, abgeblättert: So kommen Möbel und Accessoires beim Shabby Chic daher. Kombiniert mit sanften Pastelltönen entsteht eine romantische ländliche Stimmung. Alles wirkt zwanglos, spontan und leicht. Die dazu passende Dachkonstruktion sollte ebenfalls leicht wirken. Ideal ist zum Beispiel eine Überdachung aus durchbrochenem Metall oder mit halbtransparenten Kunststoffelementen.
  • Skandi / Hygge Einfach, klar, freundlich präsentiert sich der skandinavische Stil, mal eher naiv mit „Bullerbü“-Fröhlichkeit, mal zurückhaltender mit ruhigen Naturtönen – Stein, Sand, Grau, Eierschale. Viel naturbelassenes oder hell lackiertes Holz ist typisch und passt hervorragend für alle sichtbaren Teile der Dachkonstruktion. Für die Eindeckung kann man das Material der Dacheindeckung des Hauptgebäudes aufgreifen und fortsetzen. Aber auch Holzschindeln und –planken eignen sich.
  • Tropical Feeling / Karibik Wer das Wohnen mit Fernweh-Faktor weit Richtung Süden ausdehnen möchte, entscheidet sich für einen exotischen Patio-Stil. Dekostoffe mit tropischen Mustern sind ein Muss – und die typischen Pflanzen, vor allem Palmen. Sie gedeihen am besten unter einem Glasdach.

Verbreiteter Trend – individuelle Ausführung

Nicht immer gestatten bauliche Gegebenheiten oder Grundstücksform, einen vollständig umfriedeten Außenraum zu gestalten. Aber auch dann kann Ihnen Ihr Dachdeckerbetrieb attraktive Vorschläge erarbeiten. Denn es sind noch viele andere Formen von Outdoor-Wohn- und Ruhezonen möglich. Immer häufiger tauchen zum Beispiel Begriffe wie Gartenlounge, Porch und  Backyard in den Wohndesign-Zeit­schriften auf. Denn auch die aus der traditionellen amerikanischen Landhausarchitektur stammenden Bauweisen erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Handwerkskunst macht möglich, die Sehnsucht nach dem unbeschwerten Outdoor-Wohlgefühl  von Sonnenländern und weiten Stränden direkt am und vor dem eigenen Heim zu erfüllen. Urlaub vom Alltag braucht keine Reisen in ferne Idylle, wenn sich das Zuhause ins Grüne hinein erweitern und die Sonnenwärme unserer Breiten einfangen lässt. Fragen Sie doch einfach mal nach, welche Vorschläge Ihnen Ihr 100 TOP-Dachdecker machen kann. Sollte der Betrieb nicht alle Leistungen im Portfolio haben, ist dank des 100 TOP-Netzwerks dafür gesorgt, dass ein anderes Verbundmitglied als kompetente Partnerfirma zur Verfügung steht und Ihre Wünsche kreativ erfüllt.