Trendreport Ausbildung

Immer mehr Frauen wollen ganz nach oben
Zahl der weiblichen Dachdecker- Auszubildenden nimmt zu

Zwar ist das Dachdeckerhandwerk noch immer vorwiegend eine Männerdomäne. Aber inzwischen gibt es jährlich mehr weibliche Auszubildende und Dachdeckerinnen. Im Februar 2020 meldete der Dachdeckerverband erfreut sowohl einen Anstieg bei den Azubi-Zahlen insgesamt als auch insbesondere eine Zunahme von fast 27 Prozent bei den weiblichen Azubis. Das ist ein Rekordwert für die Branche!

Der Gesamtanteil der Frauen erreicht damit inzwischen immerhin schon etwas mehr als 2 Prozent. Interessant ist, was sowohl die jungen Männer als auch die jungen Frauen als Haupt-Entscheidungsmotiv bei der Berufswahl nennen: Sie werden Dachdecker/in, weil es einer der vielseitigsten Berufe überhaupt ist.

Und diese Vielseitigkeit nimmer sogar noch weiter zu, denn die Bereiche Technisierung, Digitalisierung, Energie, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit entwickeln sich stetig weiter und ergänzen das Spektrum der traditionellen handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Eine weitere erfreuliche Entwicklung: Im gesamten Handwerk werden immer häufiger Betriebe auch an Töchter weitergegeben. Die ausscheidende Elterngeneration bevorzugt heute längst nicht mehr die Söhne. Die Firma soll übernehmen, wer sich dafür begeistern kann und berufen fühlt.