Top-Trend: ein grünes Dach für Ihr Auto

Seit praktische Familienvans und SUVs die Wohnviertel erobern, reichen die früher gängigen Garagen-Standardmaße nicht mehr aus. Man muss mehr Platz schaffen, entweder durch eine angebaute Erweiterung, eine neue Garage oder eine Kombination mit einem Carport. Eine ideale Ausgangssituation für Gründachfans!

Gründächer nehmen Feuchte auf, kühlen im Sommer, halten Winterkälte ab, reinigen die Luft, gleichen Flächenversiegelungen am Boden aus, überzeugen durch Kosten sparende Haltbarkeit und Heizkostensenkung, schaffen natürliche Biotope und können sogar Beiträge zur Versorgung mit frischen Küchenkräutern leisten. Da überrascht es nicht, dass man insbesondere seit den extremen klimatischen Veränderungen der letzten Jahrzehnte dieser Art von Dächern zunehmend Aufmerksamkeit wid­met. Aus der ökologischen Nischen-Bauweise ist ein zukunftsorientierter, nachhaltiger Trend geworden.

Bauen mit Holz, eine moderne, ressourcenschonende Heizanlage, ein Gründach, Solartechnik, eine E-Auto-Ladestation sind zudem nicht nur für die eigene Lebensqualität wichtig, sondern ein persönlicher Beitrag zur Zukunft aller, vor allem der nachfolgenden Generationen. Nachhaltigkeit als Haltung zu praktizieren, moderne Architektur mit Rücksicht auf Natur und Gemeinwohl, Reduktion des Ressourcenverbrauchs bis hin zum Minimalismus ersetzen deshalb immer häufiger die kurzlebige, von Moden abhängige Repräsentation und das konventionelle Statusdenken.

Zudem planen führende Unternehmen der Autoindustrie, politischen Entwicklungen noch zuvor zu kommen und schneller als vorgegeben komplett auf Elektromobilität umzustellen. Das bringt nach und nach für alle Autofahrer Umrüstungsbedarf im Bereich der Garage oder eines sonstigen Fahrzeugunterstands mit sich, damit dort auch die benötigte Ladestation zur Verfügung steht. Es liegt nahe, dann gleich rundum die Park- und Unterstellsituation zu optimieren. Grüne Lösungen, als „Natur pur“ oder in Kombination mit Solartechnik, bieten sich ideal dafür an.

 

Mehr Grün lohnt sich – und man kann es sich leisten

Häufiger wird gefragt, ob Naturbauweisen nicht auch eine Form von Luxus sind, da mit höheren Kosten verbunden. Das trifft jedoch so nicht wirklich zu. Zwar bringen natürliche Baustoffe und ökologische Methoden tatsächlich zunächst mehr Anfangsinvestitionen mit sich. Nachhaltiges Naturmaterial ist oft aufwändiger in der Gewinnung und Verarbeitung. Zudem ist es nicht nur natürlichen Verfügbarkeitsschwankungen, sondern – so wie andere Stoffe – auch wirtschaftlichen Markteinflüssen unterworfen. Man erlebt das derzeit gerade leider beim Bauholz. Das vormals ausgesprochen erschwingliche Material hat sich vor allem durch extrem gestiegene Auslands-Nachfrage aus China und amerikanischen Waldbrandregionen verteuert. Aber erstens erleben wir derzeit auch ganz generell einen Anstieg der Baumaterialkosten. Und zweitens erhöhen auf lange Sicht ökologische Bauweisen und Baustoffe nachweislich die Lebensdauer des Gebäudes – bei gleichzeitiger Energiekostenreduktion. So erweisen sie sich letzt­lich insgesamt sogar als überzeugend günstiger. „Zusatzkosten amortisieren sich dank der genannten Vorzüge schnell“, fasst das Fachportal eines Bauherstellers die Sachlage zusammen. Erst recht gilt dies, wenn man noch mit einbezieht, dass Natur-Architektur auch weniger auf Kosten der Umwelt geht.

Die Baubranche insgesamt sowie insbesondere auch das Dachdeckerhandwerk wirken durch ständig erweiterte Leistungsangebote an der positiven Entwicklung mit. Das Know-how rund ums grüne Dach sowie die technischen Möglichkeiten haben sich zudem in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt.

 

Zuwachs für die Garage? Rundum zuwachsen lassen!

Wie schon in der Einleitung kurz angerissen, sind Gründächer sind nicht nur für Neubauten und Wohngebäude eine Option. Oft lassen sich nachträgliche Lösungen sinnvoll und wirtschaftlich auch im Umfeld von älteren Gebäuden installieren. Ganz besonders gilt das, wenn zu einem Steildach-Haupthaus Nebengebäude mit Flachdächern gehören, was fast immer auf die Garagen zutrifft. Selbst wenn sich die vorhandenen Wohnbauten – etwa wegen zu hoher Dachneigung oder Traglasten – nicht im gewünschten Umfang „grün nachrüsten“ lassen, muss man dann den Wunsch nach seinem persönlichen Stück Natur-Bedachung mit Selbstversorgungs-Nutzwert nicht aufgeben, sondern hat den Garagenbereich als Gestaltungsfläche zur Verfügung.

Nebengelasse wie zum Beispiel Garagen, Unterstände, Carports, Gartenschuppen, Geräte- und Mülltonnenhäuschen bieten dabei übrigens nicht nur oben auf dem Dach reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten. Sie haben dazu oft noch den Vorteil, dass man auch noch die Seitenwände mit begrünen kann. Berankte Vergitterungen sorgen in der warmen Jahreszeit für eine angenehme Beschattung, wirken optisch weniger massiv als geschlossene Wände, halten UV-Strahlung vom Lack fern, sind aber gleichzeitig winddurchlässig genug, so dass das Fahrzeug nach einer Fahrt durch Regen rasch abtrocknen kann.

Auch eine Kombination von seitlichem Bewuchs und Solarbedachung ist eine attraktive nachhaltige Variante. Sie eignet sich allerdings nur für Standorte mit besonders viel Sonneneinstrahlung. Bäume, Sträucher und angrenzende Gebäude mindern die Energieausbeute durch Schattenwurf erheblich.

Die größte Vielfalt an Möglichkeiten entsteht, wenn nicht nur das Gesicht der Garage verändert werden soll, sondern ein Ausbau ansteht oder sogar ergänzende Anbauten geplant sind. Dann kann die Konstruktion gleich so gewählt werden, dass sich die Gesamtheit statisch für eine ausgedehntere und üppigere Begrünung eignet. Sowohl aus Nachhaltigkeitsgründen wie auch wegen des schöneren optischen Gesamteindrucks ist es nämlich grundsätzlich sinnvoll, so großzügig zu planen, wie es Raumsituation und Budget gestatten. Ein nachgerüstetes Gründach fügt sich umso selbstverständlicher ins Ensemble ein, je mehr es sich nicht als „Flicken“, sondern als Fläche präsentiert. Dann kann es wie ein schwebender Garten wirken und schafft einen perfekten Ausgleich für die auf der Bodenebene durch Pflasterung und Garagenbau versiegelte Fläche.

Grenzt die Garage direkt ans Haus, rückt eventuell sogar der Umbau zu einem vom Obergeschoss aus zugänglichen Dachgarten in den Bereich des Möglichen. Für viele Maßnahmen können zudem staatliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden, die einen Beitrag zu den Kosten leisten. Träumen Sie… und sprechen Sie mit uns über Ihre Träume. Wir können sehr viel davon Wirklichkeit werden lassen!