Sind vom neuen GebäudeEnergieGesetz drastische Neuerungen zu erwarten?

Voraussichtlich noch im laufenden Jahr erwarten Baubranche und Bauherren die Verabschiedung des neuen GebäudeEnergieGesetzes GEG. In diesem Gesetz plant der Bund die Zusammenführung der derzeit noch parallelen Regelungen von Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeEG).

Die Pläne sehen vor, den zweiten Gesetzesentwurf von November 2018 Mitte bis Ende 2019 zu verabschieden. Kritikern zufolge droht mit dem neuen GEG eine Verschärfung der in der EnEV festgeschriebenen energetischen Anforderungen und in der Folge eine Steigerung der Baukosten. Der derzeitige Referentenentwurf sieht allerdings eine solche Verschärfung nicht vor. Zwar sollen Niedrigstenergiestandards verpflichtend werden, diese sind dem Entwurf zufolge jedoch durch Einhaltung der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2016 bereits erfüllt.

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ZDB hat dies Ende Januar begrüßt. Anfang Februar forderten verschiedene Verbände hingegen Nach­besserungen, um die Energiewende im Gebäudesektor zu forcieren. Die weitere Entwicklung verdient aufmerksame Beobachtung.