Reparieren, sanieren, modernisieren:

Was dem Eigenheim jetzt Wert und Zukunft gibt

Man kommt im Internet praktisch schon gar nicht mehr dran vorbei: Allenthalben wer­den einem Online-Hausbewertungen angeboten, von Banken und Beratern, von Mak­lern und Medien, Forschungsinstituten wie Finanzdienstleistern. Käufe sowie Verkäufe anbahnende Wertbestimmungen boomen. Die Kaufinteressenten wollen profitieren, ehe die Preise noch weiter steigen, Besitzerinnen und Besitzer wollen wissen, wo sie stehen und ob es klüger ist, zu verkaufen, lieber noch abzuwarten, vielleicht sogar zu investieren. „Was ist mein Haus wert?“: Diese Frage ist ein Top Thema und bewegt momentan fast alle. So wie sich der Markt bewegt. Und dort geht es, wenn auch nicht mehr so rasant wie noch vor einiger Zeit, wohl noch auf längere Sicht stetig nach oben.

Schließlich sind die Preise im Immobiliensektor, bereits zuvor in einer Aufwärts­ent­wicklung, während Corona-Pandemie noch weiter angestiegen. Wohnhäuser und Grundstücke gelten in Krisenzeiten nun mal als eine der sichersten Formen von Eigentum bzw. als besonders vorteilhafte Anlagen, was die Nachfrage erheblich erhöht.

Zudem wurden und werden im Bereich selbst genutzter Gebäude finanzielle Res­sourcen, die man sonst für Reisen, Restaurantbesuche, Veranstaltungen, Kino, Mode, Freizeitsport, Bildung, Kultur etc. aufgewendet hätte, seit Beginn der Pan­demie oft lieber in Wohneigentum bzw. die Ausgestaltung der Häuser investiert: War man schon genötigt, die meiste Zeit daheim zu verbringen, vielleicht sogar von zu Hause zu arbeiten, so wollte man es sich dort so schön und komfortabel wie möglich machen. Und man möchte vorbereitet sein, falls es wieder zu einer ähnlichen Situ­ation kommt. Auch solche Verbesserungen und Erweiterungen erhöhen natur­gemäß Kaufpreis bzw. Wert der Immobilien.

Drittens sorgen immer mehr nationale sowie EU-weite Gesetze und Bestimmungen sowie ausgesprochen attraktive Förderungen dafür, dass Gebäude durch bauliche Maßnahmen nachhaltiger aus- und aufgerüstet werden, was ebenfalls Wertzuwachs bewirkt.

Zuletzt hat auch die Notwendigkeit, Wohngebäude unabhängiger von den zuneh­men­den Versorgungsproblemen im Energiemarkt zu machen, für wertsteigernde Investitionen gesorgt. Installationen für die Nutzung regenerativer Energien haben aktuell Hochkonjunktur, es gibt einen regelrechten Nachfragestau.

Man sieht: Wenn es um den Wert von Eigenheimen und Mietimmobilien geht, mischen sich sachliche Erfordernisse und subjektive Einflussfaktoren. Doch das muss es nicht unbedingt schwieriger machen, für sich selbst unbeeinflusst, klug und sachgerecht zu planen, wenn man Hauseigentum erwerben oder sein Heim be- und erhalten und noch aufwerten möchte. Trotz aller Trends geht es ja letztlich darum, fürs persönliche Eigentum auch seine persönlichen „Wert-Vorstellungen“ zu realisieren. Und da können unter Umständen auch ganz andere Entscheidungen sinnvoll sein, als der allgemeine Mainstream vorzugeben scheint.

Selbstnutzer haben schließlich eine gänzlich andere Perspektive als Investoren oder Verkaufsinteressierte. Für Selbstnutzer ist und bleibt das Heim ein besonders wichtiger Teil der Lebensgestaltung: als Zuhause, als Ort der Selbstbestimmung, als Befreiung von Vermietern und Mietzahlungen, als Vermögensaufbau, Alterssicherung, Vermächtnis für die nachfolgenden Generationen.

 

„Wenn sowieso schon was zu machen ist“:

Abwägen zwischen Muss und Möglichkeiten

Wer über bauliche Veränderungen nachdenkt, sollte sich die verschiedenen Maß­nahmen daher nach den ganz persönlichen Kriterien ordnen. Wertsteigernd sind sie letztlich alle… Aber man muss ja überlegen, was sie einem selbst wert sind, was wünschens-wert ist, was unverzichtbar oder sogar vorgeschrieben ist.

Zunächst sortiert man da am besten einmal zwischen „Muss“ und „Möglichkeit“ und führt in einer simplen Liste auf der einen Seite das zwingend Erforderliche auf, in der anderen Spalte wird notiert, was an Potential sowie speziellen Erwartungen und Vorstellungen vorhanden ist.

Was die Spalte „Muss“ angeht: Gerade bei älteren Immobilien kommen hier im Gebäudeenergiegesetz GEG verankerte Sanierungspflichten ins Spiel, egal, ob sie neu gekauft, geerbt oder durch Schenkung übertragen wurden.

Aber auch ohne Eigentümerwechsel können energetische Maßnahmen – etwa durch den Anstieg der Ölpreise oder infolge der Erdgasverknappung – derzeit deutlich dringlicher werden. Jede Möglichkeit der wirksamen Verbrauchssenkung bedeutet einen relevanten Vorteil.

Insbesondere Dämmungen des Daches oder der obersten Geschossdecke sind deshalb attraktiver denn je, ebenso dämmende Fassaden. Alles, was Bedarf und Ver­brauch an Heizenergie senkt, alles, was dem Gebäude mehr Energie-Autonomie bringt, alles, was ein bisschen unabhängiger von der schwierigen Versorgungslage machen kann, wird inzwischen extrem nachgefragt. Für zusätzliche Anreize sorgt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien. Sie kann bis zu 20 Prozent der Kosten betragen.

Ist das Verpflichtende sowie Notwendige erfasst, kann man daran gehen, sinnvolle Ergänzungen zu erwägen. Beispielsweise sollte eine neue Dachdämmung idealerweise kombiniert werden mit dem Einbau besser isolierender Dachflächenfenster, wofür übrigens ebenfalls Fördermöglichkeiten bestehen.

Ebenfalls gut mit einer ohnehin stattfindenden Dachmodernisierung zu verbinden ist die Anbringung von solartechnischen Anlagen. Bei der Strom erzeugenden Photovoltaik lohnen sich Anschaffung, Installation und Wartungskosten vor allem für Haushalte, die den selbst erzeugten Strom auch selbst verbrauchen. Sie sparen langfristig am meisten. Bestimmte Fördermöglichkeiten sind sogar an den Eigenverbrauch gekoppelt und entfallen, wenn man den selbst erzeugten Strom ins Netz einspeisen will.

Sind ohnehin Verbesserungen in größerem Umfang geplant, bietet sich unter Umständen ein Aus- oder Umbau der Dachräume zur Gewinnung von mehr Wohnraum an. Die zusätzlichen Kosten dafür relativieren sich als Teil des gesamten Finanzaufwands, und das Ergebnis bringt nochmals eine deutliche Wertsteigerung. Sowohl, was den Wohnwert für die aktuellen Bewohnerinnen und Bewohner angeht, als auch den späteren Wiederverkaufswert, bei dem dann ein Wohnflächen-Plus zu Buche schlagen wird.

Kleine „Luxus“-Einbauten und Verschönerungen können ebenfalls am besten dann mit realisiert werden, wenn Dämmung und Dacheindeckung sowieso neu gemacht werden. Sie sind jetzt eher in Reichweite, im Bereich des Möglichen, fallen quasi unter die Kategorie „wann, wenn nicht jetzt?“ oder sogar „jetzt oder nie“.

Zu solchen nicht-notwendigen, aber im Rahmen von Modernisierungen und Sanie­rungen angebrachten Installationen gehören beispielsweise Loggien, Freisitze, Balkone und Dachterrassen, durch die mehr Freizeitwert entsteht. Wenn Sie ein Flachdach oder gering geneigtes Dach in ein Gründach verwandeln, können Sie übrigens ebenfalls Förderungen oder Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen. In manchen Fällen wird sogar die Anlage eines Dachgartens bezuschusst, hier gibt es allerdings regionale Unterschiede. Es lohnt sich jedenfalls, sich zu informieren und beraten zu lassen!

Auch an besondere Verschönerungen kann im Zusammenhang mit notwendigen Maßnahmen gedacht werden. Das Spektrum reicht von kleinen Zierfiguren bis hin zu größeren Ein- und Anbauten. Etwa Gauben, Überdachungen für den Eingangsbereich, Vorbauten und „Front Porch“-Gestaltungen, durch die sich schon vor dem Betreten des Hauses Wohnlichkeit und zusätzliche Fläche schaffen lassen.

Zusätzlich zu Dämmung, Neueindeckung und Installationen zur Nutzung regene­ra­tiver Energien lassen auch solche baulichen Verbesserungen den Immobilienwert deutlich über den Durchschnitt steigen. Und da insbesondere die Energiespareinrichtungen auf lange Lebensdauer ausgerichtet sind, hat diese Wertsteigerung auch längerfristig Bestand.

 

Guter Rat statt teuer!

Nicht nur die Marktentwicklung, die energiepolitisch vorgegebenen und geförderten Notwendigkeiten sowie drohende Engpässe der Energieversorgung machen es für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer derzeit unumgänglich, sich mit Modernisierungsfragen auseinanderzusetzen. Andererseits setzt auch die Preisentwicklung im Baumaterialsektor so manches Projekt aktuell unter Realisierungs- und Zeitdruck. Ausfälle oder Zerstörung industrieller Großproduktionsstätten, Containerstaus, Hafenpersonalmangel, teils überfüllte, teils leere Lager, Materialknappheit und Lieferlogistik-Probleme erschweren die Beschaffung und verursachen Kostensteigerungen. Störungen der Lieferketten bringen es mit sich, dass Bauvorhaben sich verzögern oder unterbrochen werden müssen. Leider verschärfen Hamsterkäufe und Spekulantentum die Probleme zusätzlich. Die Kalkulation ist durch all das natürlich ebenfalls erschwert, sowohl für die Auftragnehmer- wie die Auftraggeberseite. Handwerksbetriebe gehen bei Festpreisen wirtschaftliche Risiken ein, Bauherrinnen und Bauherren planen zu Recht zurückhaltender und zögern, wenn sie sich eventuell auf Wartezeiten und Kostenschwankungen einrichten müssen.

In solch einer Situation ist nichts wichtiger und wertvoller als guter fachlicher Rat und intensiver Austausch. Im Dialog lassen sich gemeinsam praktische Lösungen erarbeiten, die so manche Unwägbarkeiten vermeiden helfen und darauf abzielen, störanfällige Faktoren außen vor zu lassen. Oft ist es ja durchaus möglich, einen baulichen Wunsch durch Wahl eines anderen, leichter oder günstiger verfügbaren Materials doch zu erfüllen. Zum Beispiel, indem man verstärkt auf Produkte einheimischer Hersteller zurückgreift, solche bevorzugt, die nach wie vor preisstabil sind oder die weniger energieintensiv hergestellt werden müssen. Unsere 100 TOP-Mitgliedsbe­triebe sind zudem Teil einer großen, bundesweit tätigen Unternehmenskooperation, in der man sich gegenseitig unterstützt und von besonders vorteilhaften Beschaffungsmöglichkeiten profitiert.

Im engen Austausch mit Ihnen als Kundin oder Kunde erarbeiten wir als Ihr 100 TOP-Partner kreative, konstruktive Lösungen. Unser Anliegen ist, auch unter erschwerten Rahmenbedingungen jeden Wunsch so gut und genau wie möglich zu erfüllen.

Dazu möchten wir Ihnen zwei Ratschläge schon im Vorfeld Ihres wie auch immer gearteten Entscheidungsprozesses oder Vorhabens geben. Erstens: Lassen Sie sich nicht von den Medienmeldungen verunsichern und in die allgemeine „Besorgnisspirale“ hineinziehen; es gibt nach wie vor Freiraum für Ideen, Vernunft, Findigkeit und Können. Und zweitens: Bleiben Sie Ihren Träumen von einem Heim mit mehr Wert und Mehrwert treu. Was wir dazu beitragen können, diese Träume Wirklichkeit werden zu lassen, das tun wir. Wir möchten alles dafür leisten, dass Sie sich leisten können, wovon Sie träumen! Versprochen. Großes Dachdecker-Ehrenwort.