Regen muss nicht zum Geldregen für die Kommune werden

Versiegelungen vermeiden oder reduzieren: Fragen Sie Ihren 100 TOP-Dachdecker

 

Man sieht sie inzwischen leider allzu oft: jede Menge zubetonierte, geteerte oder mit Platten zugeflieste Flächen, übertrieben großzügig dimensionierte Grundstücks- und Garagenzufahrten, womöglich noch flankiert von Schottergärten. Vielerorts geht so immer mehr Gelände für die Natur verloren. Oft wird den Besitzerinnen und Besitzern zu spät klar, dass auch ihnen durch diese Maßnahmen etwas verloren geht – nämlich Geld. Denn wo Niederschläge nicht natürlich versickern können, belasten sie automatisch als Zufluss die öffentliche Kanalisation. Da das Entwässerungssystem der Gemeinde mehr Volumen aufnehmen und klären muss, muss diese Mehrleistung vergolten werden.

Kein Wunder, dass die Kommunen die Gebühren für das Ableiten von Niederschlagswasser von den Gebühren für den Trinkwasserverbrauch abkoppeln. Schließlich wird ja durch die Auswirkung von Versiegelungen einiges mehr abgeleitet als das, was im Haus aus den Wasserhähnen entnommen wird. Bei der Berechnung gilt: Je mehr versiegelte Fläche, desto höher die Abgaben für die Ableitung. Eine einfache Rechnung. Und das Ergebnis? Regenwasser kann ganz schnell zum Kostenfaktor werden!

Die Kosten richten sich dabei nach dem Grad der Versiegelung:

  • Als vollständig versiegelt gelten sämtliche bebauten Flächen, zum Beispiel alle Dachflächen, die das Niederschlagswasser zu 100 Prozent ableiten.
  • Auch Schwarzdecken (Asphalt, Bitumen, Teer) und Beton sowie Plattierungen mit Fugen-Vollverguss fallen in diese Kategorie.
  • Achtung: Abhängig von der Abdichtung nach unten wird unter Umständen auch ein Schottergarten vielerorts als „vollversiegelt“ eingestuft. In mehreren Bundesländern sind Schottergärten inzwischen sogar verboten.
  • Eine Besonderheit stellt das Kies-Flachdach dar, es gilt als nur zu 80 Prozent versiegelt.
  • Als stark versiegelt definiert man Splittfugenpflaster, H-Steine mit Erdfugen, Plattenbeläge und Pflaster mit schmalen Fugen (auch solche mit Rasenfugen).
  • Als wenig oder leicht versiegelt gelten Flächen, deren Belegung mit wasser­undurchlässigen Elementen durch größere Fugen unterbrochen wird. Dazu gehören zum Beispiel Natursteinpflaster, die beliebten Rasengittersteine, versickerungsaktives Pflaster, auch Poren- oder Ökopflaster genannt, sowie Gründächer.
  • Ebenso fallen wasserdurchlässige, mit Sand unterbaute Wege und Flächen mit Kies- oder Splittdecken, wie man sie zum Beispiel als öffentliche Park- und Fahrradwege findet, in diese Sparte.
  • Unversiegelte Flächen, also Rasen, Beete und sonstiges bewachsenes oder natürliches Erdreich, bleiben anrechnungsfrei.

Die Niederschlagswassergebühren legen die Kommunen individuell fest. Sie variieren derzeit so etwa zwischen 0,50 – 1,80 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Auch beim Berechnungsverfahren, bei der Bewertung der Versiegelungskategorien sowie bei den Möglichkeiten, die Einstufung durch Maßnahmen zu mindern, gibt es örtliche Unterschiede. Aber unabhängig vom Standort gilt so gut wie überall, dass Versiegelung kostet und Vermeidung sowie Entsiegelung sich lohnen. Übrigens auch für die Umwelt!

 

Natürliche Wege für Niederschläge: weniger Kosten für Mensch und Umwelt

Gilt Gelände automatisch als voll versiegelt, wenn ein Gebäude darauf steht? Nicht unbedingt. Wenn es ein Flachdach besitzt, kann es wie schon erwähnt in eine günstigere Versiegelungskategorie fallen bzw. bei Nachrüstung umgestuft werden. Denn ein mit Kies belegtes oder begrüntes Flachdach sowie übrigens auch ein begrüntes Steildach haben Eigenschaften, die die Abwasserableitung weniger belasten und deshalb auch weniger Gebühren kosten. So kann Ihre Dachdeckerei durch das passende Bedachungsmaterial Abwassergebühren sparen helfen.

So richtig lohnen sich bauliche Optimierungen allerdings nur, wenn neu gebaut wird oder ohnehin saniert bzw. modernisiert werden soll. Schließlich übersteigt eine Investition in eine vorteilhaftere Bedachung logischerweise trotz allem erst einmal die Kosteneinsparungen. Ziel soll allerdings auch nicht die Amortisierung sein. Man rechnet eher anhand folgender Überlegungen: „Neubauvorhaben oder Zustand des alten Dachs erfordern sowieso eine Investition – ich investiere dann durch kluge Wahl der Bedachung so, dass ich jährlich einiges an Gebühreneinsparungen von diesem Aufwand abziehen kann.“

Besonders das Gründach überzeugt hier durch große Vorteile, wobei die Niederschlagswassergebühr vom verwendeten Substrat sowie von der Aufbauhöhe und Art der Bepflanzung abhängt. Wählt man eine niedrige, extensive Bepflanzung, kann dies die Niederschlagswassergebühren auf bis zu 50 Prozent reduzieren. Eine intensive, also höhere, Bepflanzung kann sogar noch durch eine stärkere Gebührenreduktion belohnt werden.

Das Gründach reduziert zudem nicht nur Abwassergebühren, sondern auch Klimatisierungs-, Heiz- und Renovierungskosten, denn es verbessert die Wärmedämmung und verlängert die Lebensdauer der Dachhaut. Ein weiteres Plus auch für die Lebensqualität der menschlichen Bewohner sind die Lebensräume, die gleichzeitig für Vögel und Insekten geschaffen werden.

Ideal ist natürlich, wenn man von vornherein gleich so planen kann. Aber zum Glück werden auch nachträgliche Dachbegrünungen in den meisten Gemeinden als Entsiegelungsmaßnahmen anerkannt.

Beide Aspekte machen grüne Dächer übrigens auch für gewerbliche und sonstige Zweckbauten immer interessanter.

Ihnen solche Kosten sparenden und nachhaltigen Lösungen anzubieten, ist nicht die einzige Leistung, die Ihnen Ihre 100 TOP-Dachdeckerei zur Steigerung der Natürlichkeit und Senkung der Niederschlagsgebühren bieten kann. Denn auch Zuwegungen, Gartenwege, Eingänge, Terrassen, Carports, Garagen, Pergolen gehören mit zum Repertoire unserer Mitgliedsbetriebe – und auch hier gibt es tolle Möglichkeiten für ebenso natur- wie gebührenbewusste Qualitäten. Angefangen bei der Gründach-Garage bis hin zur Verlegung von innovativen Materialien, die die Anmutung und gestalterische Vielfalt von konventionellen Steinbelägen mit großer Durchlässigkeit verbinden und es gestatten, versickerungsfähige Belagflächen zu schaffen.

Egal, für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden, mit möglichst natürlichen Gestaltungen entscheiden Sie immer richtig. Die Vorzüge sind nicht nur ökonomischer, sondern auch ökologischer Art. Das zeigt sich unter anderem daran deutlich, dass sich das Mikroklima Gärten und drumherum verbessert, wenn man Asphalt- und Schotterflächen beseitigen lässt. Einerseits wärmt nämlich nichts die Umgebung unter starker Sonneneinstrahlung mehr auf, und andererseits fehlt es solchen Zonen am natürlichen Pflanzenschatten und an Verdunstung, was den Hitzeeffekt noch verstärkt.

Apropos Schatten: Auch wenn man im Garten zusätzliche Sitz- und Ruhebereiche einrichten will, lassen sie sich durch Wahl des Belags und der Beschattungselemente so gestalten, dass die Fläche als nicht oder als nur geringfügig versiegelt angerechnet werden kann.

Besonders faszinierend sind innovative wasserdurchlässige Oberflächenbeläge, die zwar eine geschlossene Anmutung haben, aber trotzdem Regenwasser weitgehend ungehindert ins Erdreich abfließen lassen. Hier steht inzwischen sogar eine überraschend große Vielfalt zur Auswahl:

  • Am bekanntesten und bereits seit Jahrzehnten ein Klassiker sind Rasengittersteine. Ihre begrünbaren Zwischenräume werden mit Erde verfüllt und mit Rasen eingesät. Durch diese Aussparungen läuft das Niederschlagswasser ab. Am häufigsten findet man carré- und rautenförmige Aussparungen.
  • Nach demselben Prinzip funktioniert das Rasenfugenpflaster. Bei der Verlegung der Pflastersteine sorgen große Abstandhalter für extra breite Fugen, die Platz für Bewuchs bieten. Es gibt sogar spezielle Blumensamenmischungen dafür. Ein weiterer Vorteil: Es läuft sich sehr angenehm auf solchen Wegen und Flächen.
  • Alternativen zu Steinen und Platten mit Grün-Öffnungen oder sehr weiten Fugen stellen Lösungen dar, bei denen das Wasser direkt durch den Stein versickern kann.
  • Besonders bekannt und bewährt ist haufwerksporiger, Drainage- oder Dränbeton. Er besteht aus Körnern überwiegend gleicher Größe, so dass besonders viele miteinander verbundene feine Hohlräume entstehen, durch die das Wasser ablaufen kann. Dank ihrer hohen Wasserdurchlässigkeit eignen sich solche Materialien ebenfalls ideal dafür, Flächen und Wege zu entsiegeln und Regenwasser ins Grundwasser abzuführen.

Sie sehen: Die Erfüllung praktischer wie kreativer Gestaltungswünsche lässt sich hervorragend mit gutem Kosten- und Regenwassermanagement verbinden. Wo Niederschlagswasser versickern kann, muss es nicht mit Klär- und Gebühren­aufwand gereinigt werden. Zugleich leistet man einen Beitrag zur Sicherung der Bodenqualität, zur Grundwasserneubildung und zum Hochwasserschutz.

 

Wortwörtlich System ins Regenwassermanagement bringen

Ihre 100 TOP-Dachdeckerei kann auf Wunsch sogar noch weitere Möglichkeiten für nachhaltiges Regen­wassermanagement erschließen. Schließlich ist die Ableitung von Niederschlägen vom Dach ebenfalls eines der typischen Fachgebiete des Gewerks. Das umfasst einiges mehr als die Installation, Wartung und Reparatur von funktionstüchtigen Regenrinnen und Fallrohren. Lassen Sie sich also ergänzend beraten, ob und wie Sie die Niederschläge auffangen, speichern und nutzen können, statt sie einfach nur abzuleiten. So können Sie nämlich auch den Trinkwasserver­brauch und damit zusätzlich die dafür anfallenden Gebühren reduzieren.

Schon wenn Sie eine Regentonne für Gießwasser aufstellen, macht sich eine Ver­brauchsreduktion und entsprechende Ersparnis bemerkbar. Mehr Vorteile haben größer dimensionierte Auffangbehälter – Tanks oder Zisternen. Sie sind mit einem Überlaufschutz ans Fallrohr angeschlossen, so dass sich nichts stauen kann. Ebenso sind Vorrichtungen nötig, die eine Verschmutzung des aufgefangenen Wassers verhindern. Die Behälter sind in verschiedenen Größen erhältlich. Das Volumen wird auf die Dachfläche abgestimmt.

Ob Regenwassernutzung sinnvoll und statthaft ist, hängt allerdings nicht nur von der Dachfläche, sondern auch vom Material des Daches ab. Auch hierzu erhalten Sie bei Ihrem 100 TOP-Dachdecker Rat.

Noch wirksamer sind Komplettsysteme. Deren Installation lohnt sich freilich am meisten, wenn sie nicht nachgerüstet, sondern bei Neubauten von vornherein mit integriert werden. Solch ein System sammelt Niederschlagswasser in einem – in der Regel unterirdischen – Speichertank, von wo es fachgerecht gefiltert über Pumpen in verbrauchsintensive Einrichtungen im Hause eingespeist wird, zum Beispiel in die Toilettenspülung und die Waschmaschine.

 

Wenn Sie Regenwasser als „Ihr“ Wasser betrachten, spart es Ihr Geld!

Manchmal hilft bei Entscheidungen zum Thema Niederschlagswasser ein kleiner Perspektivwechsel. Betrachten Sie Niederschläge nicht als etwas, das „stört“ und möglichst kostengünstig und bequem „entsorgt“ werden muss. Auch wenn Extremwetter Regen, Hagel und Schnee gelegentlich eine bedrohliche Dimension geben – betrachten Sie sie insgesamt als Ressource, die Ihnen die Natur zunächst einmal gratis zur Verfügung stellt und mit der Sie sowohl zu Ihrem eigenen Vorteil als auch zum Nutzen der Umwelt wirtschaften können. Wir unterstützen Sie gern dabei.