Rechtliches rechtzeitig klären

Dachdecker kennen sich nicht nur mit handwerklichen Fachregeln aus…

Wenn man ein Dach neu decken, modernisieren, vielleicht auch noch ausbauen und außen deshalb mit Gauben ausstatten lassen möchte, sind viele unterschiedliche Gesetze und Verordnungen zu berücksichtigen. Zum Glück stehen Sie als Bauherrin oder Bauherr nicht allein da! Ihr 100 TOP-Dachdecker kennt sich aus und kann Sie entweder selbst beraten oder Ihnen Experten – etwa Energieberater, Fachjuristen, Baustatiker und Architekten – nennen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Vorschriften:

Die Bundes- und die Landesbauordnungen definieren ortsunabhängig geltende Vorschriften, zum Beispiel, was die grundsätzliche Widerstandsfähigkeit von Bedachungen gegen Brandbeanspruchung von außen angeht. Dies einzuhalten, ist nicht nur Sache der Handwerker. Schon die einschlägige Industrie darf nur Material für Dachbauzwecke ausweisen, das diese Normen erfüllt.

Der örtliche Bebauungsplan macht ergänzend unter anderem gestalterische Vorgaben – von Dachformen und Firstausrichtung bis hin zur Wahl der Farbe der Dacheindeckung. Dessen Anwendung und Umsetzung fällt ins Zuständigkeitsgebiet der örtlichen Bauämter. Dort müssen bei Bauvorhaben, Modernisierungs- und Sanierungsprojekten entsprechende Baugenehmigungen eingeholt werden. Das gilt zum Beispiel oft auch schon für Dachterrassen und Gauben.

Die Energieeinsparverordnung schreibt bautechnische Standardanforderungen für die Gebäude-Energieeffizienz vor. Dabei gelten für Neubauten und Bestandsbauten unterschiedliche Vorschriften. Sobald mehr als zehn Prozent eines Bauteils verändert werden, ist die Einhaltung der geltenden EnEV Pflicht. Ihr Dachdecker kann Ihnen einen Energieberater vermitteln oder Sie mit entsprechender Qualifikation selbst informieren, was Sie dürfen – und müssen.

Für Dachsanierungen kann oft ein Anspruch auf staatliche Förderung geltend gemacht werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau gewährt für förderfähige Maßnahmen vergünstigte Kredite oder sogar Zuschüsse. Wichtig ist, sich frühzeitig alle nötigen Informationen zu verschaffen. Man kann nach Baubeginn keie nachträgliche Unterstützung bekommen.

Für Solarthermieanlagen ist eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle möglich.

Unter Umständen kann auch noch manch weitere Rechtsvorschrift mit ins Spiel kommen, wenn es ums Dach geht. So etwa die Regelungen des Bundes- sowie der Landesnaturschutzgesetze, die beispielsweise den Vogelschutz unterm Dach oder die Vergrämung von Mardern betreffen.

Zum Glück machen kompetente Meisterbetriebe frühzeitig auf Möglichkeiten und Vorschriften aufmerksam und wissen bei Bedarf, wer für die fachliche Betreuung Ihres Vorhabens zuständig ist und empfohlen werden kann. Dann kommt auch rechtlich alles sicher unter Dach und Fach!