Oben ist noch Platz!
Perfekte Raumnutzung erschließt Wohn- und Staufläche

Dachdecker sind durchaus nicht nur für die äußere Dachhaut, Fenster, Gauben und Regenrinnen zuständig. Viele Betriebe bieten auch kreative Ideen und Leistungen für die Innenraumgestaltung unter dem Dach an oder arbeiten in diesem Bereich mit Architekten, Trockenbauern und Schreinern zusammen. Machen Sie sich diese Kompetenzen zunutze! Und das nicht nur für einen ohnehin geplanten Dachgeschoss-Ausbau. Auch im Zuge einer Sanierung, Modernisierung oder Neueindeckung tun sich Möglichkeiten auf, durch geschickte Gestaltungskonzepte und Maßnahmen zusätzliche Wohnfläche oder Extra-Stauraum zu erschließen. Im Idealfall kann man Wohnflächen- und Stauraumerweitung sogar clever verbinden.

Wichtig ist, zunächst einmal alle Wünsche zusammenzutragen: Welche maximale Ausbaukapazität gestattet die Dachneigung? Was darf weg, welche baulichen Elemente sind tragend und müssen aus Statikgründen erhalten bleiben? Welchem Zweck soll der Platz unterm Dach hauptsächlich dienen? Soll er ständig bewohnt werden oder nur manchmal, zum Beispiel für Hobbyzwecke oder als Gästezimmer? Sollen die Räume flexibel nutzbar sein oder ist genug Platz für dauerhafte Lösungen vorhanden? Wie viel wollen wir investieren?

Einfach mal das Dach auf den Kopf stellen!

Die anschließende Planung beginnt am besten gleich einmal damit, dass der bisherige Grundriss vollständig in Frage gestellt wird. In älteren Häusern wurde nämlich oft viel Platz durch Flure, Verschläge, ungenutzte Kniestock-Bereiche verschenkt.

Bei einer modernen Anordnung kann hingegen auf Flure oft sogar ganz verzichtet werden. Zum Beispiel, indem man Wände herausnimmt und die ehemalige Flurfläche mit in einen größeren Raum integriert. Oder indem man Räume ineinander übergehen lässt. Statt sie durch Flure abzuteilen, gliedert man sie lediglich in Funktionszonen. Offene Küchen sind hier schon ein Klassiker. Zunehmend en vogue sind auch offene Badezimmer. Nur der Toilettenbereich, eventuell mit Bidet, erhält dann eine Abtrennung. Der Bereich mit Wanne, Dusche oder Whirlpool ist als Wellnesszone gestaltet und dem angrenzenden Schlafbereich zugeordnet. Das gibt der Entspannung mehr Raum, ist großzügig, bequem und sehr im Trend.

Herkömmliche große Speicherräume unterm Dach kann man durch Gliederungselemente in unterschiedliche Zonen aufteilen, etwa für Wohnen und Schlafen, Büro und Hobby. Statt trennender Wände werden Raumteiler aus Regalen und Schränken errichtet. Sie sorgen für genug Privatsphäre und schaffen unauffällig viel zusätzlichen Stauraum. Wichtig ist, dass jede der Zonen genügend Lichteinfall erhält, durch ein Dachflächenfenster oder eine Gaube. Das unterstreicht die Struktur und erhöht den Wohnwert.

Einbau von Schränken ohne Platz zu verschenken

Direkt unterm First ist bekanntlich die größte Stehhöhe. Verlagert man den Stauraum so weit wie möglich unter die Schrägen, wird dieser wertvolle Bereich für Wohnzwecke frei. Für die Nutzung gibt es viele originelle und praktische Möglichkeiten, die auch noch richtig gut aussehen. Sehr angesagt sind Drempelschränke, die zwischen Schräge uind Fußboden die Nische vor dem Kniestock füllen und in praktische „Kommoden“ verwandeln. Die günstigste Form sind Einbauten mit Regalbrettern hinter fest montierten Klapptüren. Sowohl technisch als auch preislich etwas aufwändiger sind Schubladen oder vollständig ausziehbare Einschübe auf Rollen; sie sind besonders leicht zugänglich und nutzen den Raum optimal bis in den hintersten Winkel.

Wer einen Kleiderschrank unter eine Schräge setzen will, muss nicht unbedingt in einen Maß-Innenausbau oder ein passgenaues Schranksystem investieren. Man kann unter den Dachschrägen auch einfach Scheibe- oder Hängetüren anbringen und den Raum dahinter mit System-Regalböden und Kleiderstangen in einen „Schrank“ verwandeln. Bringt man die Türelemente weiter in den Raum vorgezogen an, wird daraus sogar ein begehbarer Kleiderschrank.

Für Stauraum mit Wohnqualitäten sorgen originelle Lösungen wie zum Beispiel fest eingebaute Sitzbänke unter einem schrägen Dachflächenfenster oder in einer Gaube. Planen Sie die Realisierung mit Ihrem Dachdeckermeister, denn solch ein Element wird idealerweise gleich beim Fenstereinbau mit konstruiert.

Viel Charme haben durchgehende Schrägen Bänke. Darunter können Schubladen oder Kisten auf Rollen untergebracht werden, die reichlich Staukapazität schaffen. Obendrauf bieten kuschelige Polster und Kissen Gemütlichkeit und schöne Aussichtendurch die Dachfenster.

Die Zonen unter Schrägen sind auch ideal, um sperrige Möbel wegzustauen. Paradebeispiel ist das Gästebett auf Rollen, das man einfach bis ganz an den Kniestock oder in ein eigens konstruiertes Abseitenfach schiebt, wenn es nicht gebraucht wird.

Einbauten lohnen sich selbst dann, wenn der Dachboden überhaupt nicht für Wohnzwecke genutzt werden soll. Simpelste Drempelverschläge aus Pressspanplatten schaffen Ordnung und schützen den Inhalt zuverlässig vor Staub. Von den Kartons mit Oster- und Weihnachtsschmuck über nicht benötigte Saison-Kleidung bis hin zu den Koffern kommt hier alles unter, was man nicht das ganze Jahr braucht.

Sie sehen: Ein clever genutztes Dachgeschoss bietet auf jeden Fall Vorteile! Lassen Sie sich von Ihrem 100 TOP-Meisterbetrieb beraten, welches Potential Ihr Dachgeschoss hat und wie man seine Möglichkeiten am besten erschließt. Es warten viele gute Lösungen auf Ihre Platz-Probleme!