Nach der Flut: eine Flut von Hilfsbereitschaft

Auch 100 TOP-Dachdecker sorgen nach der Katastrophe für Unterstützung

Die Jahrhundertflut mit hat mit ihren Regenmassen und Hochwasser tragische Verluste von Menschenleben mit sich gebracht und in bislang noch gar nicht zu bemessenden Dimensionen Häuser, Geschäfte, Fabriken, Kirchen und Infrastruktur beschädigt, zerstört, teils sogar vollständig weggespült. Die vordringlichsten Hilfen galten und gelten weiterhin Mensch und Tier, der Gewährleistung ihrer Versorgung und sicheren Unterbringung. Doch auch die Gebäude bedürfen nun baldiger Maßnahmen, um eine Vergrößerung der Schäden abzuwenden, um zu erhalten, was noch zu retten ist, und um später wieder aufbauen zu können, was der Zerstörung anheim gefallen ist. In den betroffenen Regionen und deren weiterem Umfeld ist daher die Baubranche jetzt in allen Gewerken in bis dato nie gekanntem Umfang gefordert, darunter das Dachdeckerhandwerk.

Zunächst waren vor allem Einsätze bei voll gelaufenen Kellern, Noteindeckungen zum Schutz von teilweise noch erhaltenen Gebäudeteilen und sonstige handwerkliche Hilfeleistungen zur ersten Behebung von akuten Schadens-Notlagen gefragt.

Auch 100 TOP-Mitglieder bieten Betroffenen in den Städten und Gemeinden der Flutzone oder Unterstützung an. Zupacken und für andere da sein war und ist für unsere Teams schließlich immer eine Selbst­verständlichkeit. Die Solidarität mit den Opfern bewegt alle.

Nach dem Rückzug der Wassermassen wird in den Gebäuden, die wiederhergestellt und saniert werden können, nun vor allem Raumtrocknungstechnik gebraucht. Für einige Materialien und Bauelemente, etwa verbautes Holz, Trockenbauelemente, Trittschalldämmungen und Estrich, sind dabei professionelle Kenntnisse und Geräte unverzichtbar. Insbesondere der in Dachkonstruktionen vorherrschende Baustoff Holz muss für die Wiederherstellung seiner Funktion und Tragkraft vollständig durchtrocknen, um Folgeschäden an der Tragkonstruktion zu vermeiden. Hier müssen die Dachdeckereien jetzt Lösungen erdenken und errichten, die einerseits die nötigen langwierigen Trocknungsprozesse ermöglichen und andererseits die darunter liegenden Gebäudeteile sofort gegen neuen Niederschlag abschirmen. Auch andere derzeit besonders häufig benötigte Reparaturleistungen wegen Starkregenschäden an Eindeckungen, wasserableitenden Systemen und Fassaden spiegeln die dramatischen Wetterereignisse.

Es wird noch dauern, bis in den Flutgebieten in größerem Maßstab der eigentliche Wiederaufbau beginnen kann. Aus Erfahrungen mit den Hochwassern der Jahre 2002 in der Elbregion und 2013 in Bayern weiß man: Nach einer solchen Naturkatastrophe plant man nicht in Monaten, sondern in Jahren, bis alles wieder hergerichtet und neu aufgebaut ist. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bauhandwerks nannte in einem Interview einen Zeitraum von fünf Jahren als realistische Dimension. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, wenn aus unseren Tätigkeitsfeldern besondere Etappen und Ereignisse zu berichten gibt. An dieser Stelle ein großer Dank an alle, die sich in der Katastrophenhilfe engagieren und sich aktiv handelnd vor Ort einbringen nach dem Motto: „Wir tun nach Kräften, was möglich und nötig ist.“