Immer mehr Dachdecker sind Überflieger!

Drohnen-Inspektion von Dach und Gebäudehülle

Endlich schönes Frühlingswetter! Ideal für eine umfassende Bestandsaufnahme nach Herbststürmen und Winterfrost, jetzt ist die beste Jahreszeit für eine gründliche Untersuchung des Dachs: Sind alle Dachsteine und die Anschlüsse von Lichtkuppeln und Dachflächenfenstern noch intakt? Wie sehen Schornsteinbekleidung und Regenrinnen aus? Gibt es am Dach auffälligen Bewuchs oder mögliche Schadstellen? Wie ist es um Verzierungen, First, Ortgänge, Traufen, Giebel, Grate und Kehlen bestellt? Ist mit den Solaranlagen alles in Ordnung? Haben Vögel oder Marder Einschlupflöcher geschaffen? Wo besteht Reparaturbedarf?

Typische Fragen in jedem Frühjahr, für deren Beantwortung früher viel Aufwand, Zeit und Personaleinsatz nötig war. Das Dach musste mit Leitern, Steigern oder Gerüsten zugänglich gemacht oder über Fenster bestiegen und dann unter Einhaltung besonderer Sicherheitsvorkehrungen Stück für Stück „zu Fuß“ fachmännisch inspiziert werden. Heute geht das Ganze in 10 Minuten vom Boden aus. Niemand muss dafür mehr aufs Dach. Und oft kann sogar eine Person allein die Inspektion durchführen, schnell und risikofrei. Möglich machen es Drohnen, mit denen speziell ausgebildete Dachdecker Stück für Stück das Dach abfliegen, Aufnahmen machen und die Ergebnisse anschließend per Computer auswerten und dokumentieren.

Insbesondere auch schwer erreichbare und ungünstig gelegene Gebäudebereiche, komplexe Industrieanlagendächer, großflächige Gewerbehallen, verwinkelte sowie sehr hohe Dächer bis hin zum Kirchturmdach können mit dieser modernen Methode hervorragend inspiziert werden. Und auch für privates Hauseigentum eignet sich die Drohneninspektion natürlich perfekt. Sie ist in jedem Anwendungsfall kostengünstig, schnell und liefert verlässliche Informationen.

Drohnen bewähren sich übrigens nicht nur bei der Erkennung von Instandsetzungsbedarf. Auch für ein verlässliches Aufmaß eignet sich der Drohneneinsatz. Für Vermessungszwecke steht eine sogenannte Photogrammetrie-Software zur Verfügung, die aus den Aufnahmen Messdaten ableitet. Mit den Ergebnissen lässt sich in kurzer Zeit sehr genau der Materialbedarf für eine Neueindeckung oder Sanierung ermitteln und ein Kostenvoranschlag erarbeiten.

Es lohnt sich also doppelt, mit Drohnen zu arbeiten. Die meisten Betriebe bieten zudem günstige „Flug-Pauschalen“ an, so dass sich der Einsatz auch für die Besitzer der Immobilien auszahlt.

Warum sich Drohnen für Betriebe lohnen

Was Hausbesitzer und Bauherren begeistert, ist auch für die Handwerkerinnen und Handwerker ein Gewinn. So profitieren sie von der Drohnentechnik:

  • Erweiterung des Leistungsangebots, mehr Service und Servicequalität
  • Verbesserung von Information und Dokumentation, mehr Transparenz
  • Optimierung der präzisen Angebotserstellung
  • Zeitersparnis, dadurch mehr Kapazität für die Beratung oder andere Aufgaben
  • weniger Personaleinsatz
  • Kostenreduktion
  • erleichterter, besserer Arbeitsschutz

Auch die für den Betrieb notwendigen Formalitäten belasten die betrieblichen Abläufe nicht, sie sind relativ leicht einzuhalten. Seit zwei Jahren gelten vom Verkehrsministerium erlassene Vorschriften für gewerbliche Drohnenflüge, die den Einsatz unkompliziert regeln und juristisch absichern:

  • Vor dem Blick von oben aufs Dach müssen alle Drohnenflüge amtlich angemeldet werden, entweder bei der Polizei oder beim Ordnungsamt.
  • Zusätzlich ist natürlich auch eine schriftliche Erlaubnis des Eigentümers des überflogenen Grundstücks und Gebäudes erforderlich.
  • Erst für Drohnen ab 2,5 Kilo Gewicht sind umfangreichere Ausbildungen und Prüfungen zu absolvieren. Praktisch alle Inspektionsdrohnen liegen inklusive Kamera unterhalb dieser Grenze.
  • Drohnen, die schwerer als 250 Gramm sind, müssen lediglich eine dauerhafte, feuerfeste und fest mit dem Gerät verbundene Plakette mit Namen und Adresse des Besitzers tragen.
  • Zu den für alle Modelle gültigen Auflagen gehört, dass der Betrieb ein Flugbuch führen muss, in dem jeder gewerbliche Flug dokumentiert werden muss. Neuere Drohnen haben deshalb schon ein integriertes Flugbuch-Programm, das diese Aufgabe automatisch mit übernimmt.
  • Eine Haftpflichtversicherung ist vorgeschrieben, die bei eventuellen Unfällen für Schadenregulierung sorgt.
  • Und dass alle Flugverbotszonen – zum Beispiel für Naturschutzgebiete – konsequent beachtet werden, ist für jeden professionell arbeitenden Dachdecker ohnehin eine Selbstverständlichkeit!