Fassaden mit Funktion und Flair:

Wie wär´s mit Holz für das Gewand des Gebäudes?

Da Dachdecker für die gesamte Außenhülle von Bauwerken zuständig sind und deshalb auch Fassaden mit zu ihrem Repertoire gehören, haben wir hier in unserem Blog schon einige Male über das Thema berichtet. Diesmal wollen wir uns jedoch nicht Dämmung und Funktionen, sondern Design und Flair widmen. Denn es gibt heute so viele Fassadenmaterialien, Formen und Verarbeitungsmethoden wie noch nie. Und damit erweitert sich damit ganz erheblich das Spektrum der Möglichkeiten, ein Gebäude nicht nur gesund zu erhalten, sondern auch wertig und wirkungsvoll umzugestalten. Selbst eine deutlich in die Jahre gekommene Immobilie kann durch eine neue Fassade zum „schönsten Haus der ganzen Straße“ werden.

Zu den großen Anliegen unserer Zeit gehört der berechtigte Wunsch, den großen Globalisierungstrends daheim Gemütlichkeit und Geborgenheit entgegenzusetzen. Allein das schon könnte Holz zu einem der attraktivsten Baustoffe machen. Hinzu kommt aber außerdem auch noch, dass Holz als nachwachsender Rohstoff ressourcenschonend zu gewinnen ist – und damit eines der nachhaltigsten Baumaterialien, die überhaupt zur Verfügung stehen. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Holzfassaden stetig steigt. Ebenso das Angebot: Lärche, Douglasie, Tanne, Fichte, Kiefer, Eiche, Robinie, Rotzeder und Meranti stehen zur Verfügung, dazu auch noch Altholz, und neben Vollhölzern finden auch Schichthölzer und Holzwerkstoffe Verwendung. Die Hölzer können unbehandelt, gekocht, druckimprägniert, lasiert oder gestrichen verarbeitet werden, in Schindel-, Brett- oder Plattenform. Beziehen Sie also Ihren 100 TOP-Fachmann früh in den Entscheidungsprozess ein. Er weiß, was sich in Ihrem Klima bewährt und am besten für die vorhandene Bausubstanz geeignet ist.

Der ländliche Look

  1. Skandinavischer Stil

An anderer Stelle fiel schon mal das Stichwort „hygge“, und in der Tat kann die Anbringung einer skandinavisch anmutenden Fassadenbekleidung einem Haus einen heimeligen ländlichen Charakter verleihen. Die Verwendung von Holz ist hier stilprägend und unverzichtbar.

Charakteristisches Merkmal aller skandinavischen Fassaden ist die sichtbare, regelmäßige Bretterstruktur. Die Lattung kann senkrecht (das ist die häufigste Variante und leitet Regen besonders schnell ab), waagerecht oder schräg angeordnet sein und hat grundsätzlich einen Farbanstrich. Der große Klassiker ist „Rödfärg“, das bekannte Schwedenrot, das in verschiedenen sanfteren oder kräftigeren Farbstufen und unterschiedlichen auf den Untergrund abgestimmten Zusammensetzungen erhältlich ist. Daneben sind auch Grau-, dezente Blau- und Cremetöne verbreitet und beliebt. Ein Muss für authentischen Look sind helle, meist weiße (Sprossen-) Fenster und Leibungen; dieser typische Kontrast wirkt heiter und sauber, er frischt das gesamte Erscheinungsbild auf. Besonders für in den vierziger oder fünfziger Jahren gebaute, unscheinbare Baulichkeiten kommt oft solch eine Modernisierung im „Bullerbü-Stil“ in Betracht. Sie verwandelt sie in hübsche, heimelige Landhäuser.

Beliebt sind die nordischen Fassaden vor allem in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und bis nach Nordrhein-Westfalen sowie ins Brandenburgische hinein.

  1. Tradition der Region

In Mittel- und Süddeutschland zieht man dem skandinavischen Stil meist regional­typische Holzfassaden vor, wie sie zum Beispiel im Schwarzwald und in Bayern seit je her üblich waren. Anders als im Norden sind dafür farbige Anstriche kaum gebräuchlich. Naturbelassenes, imprägniertes oder lasiertes Holz in allen Brauntönen passt am besten in die Landschaft und das Umfeld. Fenster, Leibungen und vielleicht auch noch traditionelle Klappläden können entweder ebenfalls in Naturtönen daherkommen oder aber in fröhlichen Farben gestrichen sein. Beliebt sind kräftige Grundfarben, vor allem Rot und Grün.

In den südlichen Regionen Deutschlands verbreitete Baustile kombinieren in der Regel die hölzerne mit einer weiteren Fassadenbekleidung, zum Beispiel mit Rau­putz für die unteren Geschosse. Es ist reizvoll, diese klassische Gestaltungs­weise für Modernisierungen oder Sanierungen zu übernehmen und so zum Beispiel ein braves altes Siedlungshäuschen in ein Kleinod mit ländlichem Charme zu verwandeln.

Neuerdings entdecken Bauherren auch den ungewöhnlichen optischen Reiz und die bauphysikalischen Vorzüge von Holzschindeln wieder. Sie eignen sich übrigens nicht nur für Fassaden, sondern auch für Bedachungen, Vordächer, Mauerabdeckungen etc. und sind perfekt für ungewöhnliche, zum Beispiel geschwungene, organische Gebäudeformen. Es gibt gespaltene, gesägte und in Form geschnittene Varianten. Sie alle begeistern auf den Gebäudeflächen durch die Lebhaftigkeit ihrer abwechslungsreichen Struktur.

  1. Home, sweet home: „amerikanische“ Fassaden

Sidings nennt man sie in den USA und Kanada, und ganz typisch sind die quer verarbeiteten, oft weißen oder pastellfarbenen „Planks“, die Häusern einen besonderen amerikanischen Chic verleihen: ein bisschen Farmhouse oder Cottage, ein bisschen Vorstadtvilla. Am meisten verbreitet ist die Stülpschalung, bei der die oberen Bretter die darunter liegenden knapp überdecken. Das sorgt für Wetterschutz und gibt der Fassade eine schöne, ebenmäßige Struktur aus horizontal angeordneten Rippen, die an Jalousien erinnern.

Amerikanische Fassaden wirken gediegen und wertig, besonders wenn die Modernisierung auch gleich noch mit weiteren typischen baulichen Maßnahmen verbunden werden kann. So zum Beispiel mit dem Einbau von Dachgauben und mit straßenwärtigen Vorbauten: Erkern, von Säulen getragenen Vordächern, einer Veranda, breiten Treppen und großzügigen Zuwegungen.

Lifestylemagazine und TV-Sendungen über Renovierungsprojekte und Hausdesigner in den Staaten haben die Nachfrage nach all diesen attraktiven Verschönerungsmöglichkeiten auch bei uns steigen lassen. Unsere Dachdecker empfehlen allerdings, das Faible für den amerikanischen Stil nicht bis zur Eindeckung fortzusetzen. In den USA sind Dächer aus leichten Bitumenschindeln sehr verbreitet. Sie müssen deutlich häufiger erneuert werden als die bei uns gängigen Dachsteine oder Tonziegel und sind teils auch aus baurechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig; in vielen Kommunen gibt es Vorschriften für die Bedachung. Geben Sie deshalb hier einheimischen Produkten den Vorzug. Sie können sie in Farbe und Form wunderbar auf die „Planks“ abstimmen lassen, Ihr 100 TOP-Experte berät Sie.

Vorstadt-Eleganz und urbane Modernität

Holzfassaden können trotz der traditionellen Materialität auch sehr innovativ daherkommen und eignen sich ohne weiteres für die Fassaden von ganz modernen Bauwerken, selbst von coolen kubischen Flachdachbauten.

Freilich empfiehlt sich hier kaum, mit gestrichenen Fassadenhölzern zu arbeiten. Dem stilistischen Purismus entspricht ein ursprünglicher Holzcharakter mehr. Besonders klar und edel und dazu in der Verarbeitung unglaublich vielseitig sind thermisch modifizierte Hölzer, die dauerhaft ihre Optik behalten. Man kann durch das Spiel mit der Breite und Tiefe der Elemente sehr attraktive Effekte erzielen. Auch ein bewusst technisch-industriell anmutender Stil ist möglich, zum Beispiel, indem man Hölzer kreativ mit anderen Materialien kombiniert: Beton, Stahl, Stein, Glas, Metall… Klar, unaufdringlich und überzeugend im Bekenntnis zu einer natürlichen, nachhaltigen Bauweise ist eine Kombination aus moderner Holzfassade und Gründach.

Fassaden sind etwas für Fachleute

Egal, für welchen Stil Sie sich entscheiden – eines haben alle Holzfassaden gemeinsam: Sie überkleiden perfekt Mängel, Flickstellen, unansehnlichen oder schadhaften Putz, zugemauerte Fenster, Verbindungsstellen. Sie verbessern außerdem deutlich nicht nur die Optik, sondern auch die Wärmedämmung. Kein Wunder, dass Holz am Haus immer beliebter wird!

Es gibt deshalb auch bereits Bausätze für Holzfassaden, die man im Do-it-yourself-Verfahren anbringen kann, und ganz sicher gibt es auch versierte Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, die das korrekt ausführen können und dabei auch die strengen Regeln des Brandschutzes korrekt befolgen. Dann ist Eigenleistung sicher die günstigste Lösung, von der wir auch nicht abraten wollen. Aber wenn Sie nicht zu dieser erfahrenen Zielgruppe gehören sollten, dann wenden Sie sich lieber gleich an kompetente Fachleute, zum Beispiel an einen unserer 100 TOP Dachdecker-Betriebe. Denn man kann viel falsch machen. Und schon entsteht statt Schutz womöglich Schaden. Zum Beispiel, wenn Dämmmaßnahmen und Hinterlüftung nicht stimmen – Mauerfeuchtigkeit und Schimmel drohen.

Vor jeder Maßnahme ist noch zu bedenken: Ist das, was wir schön finden, auch erlaubt? Der an Ihrem Standort gültige Bebauungsplan enthält unter Umständen Vorschriften, die bei der Materialwahl und Gestaltung unbedingt berücksichtigt werden müssen. Auch hier ist Ihr Dachdecker der erste Ansprechpartner und kennt sich perfekt mit den Vorgaben aus.

Ist alles bedacht, können die Ideen und Pläne für, mit und aus Holz handwerklich umgesetzt werden – und schmücken Ihre Immobilie mit in jeder Hinsicht nachhaltiger Schönheit!