Fassade ist mehr als Fashion:

Eine dämmende neue Bekleidung verwandelt das Haus nicht nur äußerlich

Wenn wir an eine neue Fassade denken, dann assoziieren wir vor allem einen schöneren Look. Und natürlich ist auch das äußere Erscheinungsbild das, was einem sofort ins Auge springt. Aber über die Qualität der Fassade und den Nutzen fürs Haus entscheidet noch viel mehr, was unsichtbar dahinter oder darunter steckt: die Dämmung. Inzwischen stehen so viele innovative Baustoffe zur Verfügung, dass sich sowohl die optische als auch die bauphysikalische Wirkung besser gestalten lassen als je zuvor.

Schönheit plus Schutz durch smartes Innenleben

Wärmeschutz und Harmonisierung des Gebäudeklimas, Schutz der Bausubstanz vor Feuchtigkeit, Schallschutz und Brandschutz – moderne Dämmmaterialien können all diese Funktionen optimal verbinden. Zur Wahl stehen Naturstoffe, klassische Dämmstoffe und Hightech-Produkte. Welcher Dämmstoff und welches Verfahren im konkreten Fall gewählt wird, entscheiden persönliche Vorlieben (zum Beispiel die Bevorzugung natürlicher Erzeugnisse), die baulichen Gegebenheiten, das Klima, dem das Haus ausgesetzt ist, sowie der Etat, der für die Fassade zur Verfügung steht.

Hinzu kommen unter Umständen noch gesetzliche Vorgaben. Lassen Sie sich hier aber nicht durch Medienmeldungen über eine angebliche grundsätzliche „Dämmpflicht“ für Besitzer älterer Immobilien verunsichern! Die gibt es nämlich nicht. Erst wenn mehr als zehn Prozent der Fassadenfläche erneuert werden, ist eine EnEV-konforme energetische Sanierung der Fassade vorgeschrieben.

Über all dies berät Sie Ihr Dachdeckerunternehmen. Denn sein handwerkliches Fach­gebiet umfasst die gesamte äußere Hülle des Hauses, und er kennt sich auch mit dem Thema Energieeinsparverordung aus. Entscheiden Sie zusammen mit Ihrem 100 TOP-Meister, welche Maßnahme sowie welches Material für Ihr Gebäude und Ihren Bedarf sinnvoll und geeignet ist. Er uns seine Fachleute verarbeiten nur Dämmsysteme mit bauaufsichtlicher Zulassung. Sie können sich darauf verlassen, dass sie die gewünschte bauphysikalische Wirkung haben und sicher sind.

Der beliebteste Dämmstoff ist Styropor. Das Material ist leicht zu handhaben, effektiv und günstig. Auf Platz zwei: Mineralwolle. Daneben erfreuen sich Natur-Dämmstoffe (Kork, Holzfasern, Hanf) wachsender Beliebtheit. All diese Dämmstoffe werden ans Außenmauerwerk geklebt und anschließend verputzt. Der Nachteil der von außen auf das Gebäude aufgebrachte Däm­mungen: Sie verändern das Aussehen, zudem erhöht sich die Wanddicke. Manchmal kommen sie deshalb sogar gar nicht ers in Frage – zum Beispiel bei Reihenhäusern, bei denen direkt die Nachbarbebauung angrenzt.

Als Alternative zu einer von außen aufgesetzten Dämmung steht je nach baulichen Gegebenheiten eine Einblasdämmung zur Verfügung. Dafür bringt man isolierende Materialien in innere Hohlräume von Gebäudeteilen ein, die gedämmt werden sollen. Die Methode eignet sich für zweischaliges Mauerwerk mit einem mindesten dreienhalb cm breiten Hohlraum. Verwendet werden Granulate, Flocken, Schäume oder Kügelchen. Die Einblasung erfolgt mit Druck über Bohrungen. Erfahrene Fassaden-Fachleute platzieren die Bohrlöcher so geschickt und verschließen sie nach Ende der Arbeiten so gut, dass sie hinterher praktisch nicht mehr zu sehen sind.

Den größten kreativen Spielraum bieten vorgehängte, hinterlüftete Fassaden, bei denen die Außenbekleidung nicht mit der Dämmschicht verbunden ist. Nachträglich aufgebracht kann die mehrschichtige Außenwandkonstruktion aus Fassadenbekleidung, Hinterlüftungszone, Dämmung und mit dem Verankerungsgrund verbundener Unterkonstruktion jedoch erhöhte Anforderungen an die Statik stellen. Außerdem beeinflusst sie auch ganz erheblich die Außenwandstärke. Deshalb steht diese Fassadenart für Modernisierungen nicht immer zur Wahl. Und es ist auch eine höhere Investition nötig als bei anderen Verfahren. Andererseits sind die Designmöglichkeiten hier einmalig vielfältig, weil Metall, Holz, Kunststoffe und Komposite, Ziegel, Keramik oder Steinzeug, Glas, Zement, Naturstein und Photovoltaikpaneele sowohl einzeln großflächig als auch in ausdrucksstarker Kombination zum Einsatz kommen können.