Einen guten Dachdeckerbetrieb erkennen Sie mit Sicherheit an der Sicherheit!

Auch wenn es kein „Jahrhundertsommer“ war, hat uns dieser Sommer erneut Tage mit Extremtemperaturen beschert – und wieder einmal deutlich gemacht, wie unverzichtbar es ist, auf den Baustellen für Bedingungen zu sorgen, die auch dann sicheres Arbeiten ohne Gesundheitsbelastungen ermöglichen. Dazu gehören weit mehr als Sonnenbrillen! Zum Beispiel Hitzeschutz, Hautschutz, regelmäßige Abkühlungs- und Erholungsmöglichkeiten, die Versorgung mit reichlich Mineral­wasser und gegebenenfalls die Anpassung der Arbeitspläne, etwa durch Verla­gerung von Außenarbeiten in die ganz frühen, noch kühleren Morgenstunden.

Inzwischen hat sich das Wetter merklich abgekühlt, aber die Arbeitssicherheit bleibt weiter ein heißes Thema. Dass und wie gut rund ums Jahr darauf geachtet wird, dass es den Mitarbeitern gut geht, ist ein wichtiges Kriterium für die Qualität und den „Spirit“ eines Bau- oder Dachdeckerbetriebes. Oder um es simpel auszudrücken: Nicht zuletzt daran erkennt man eine gute Firma! Deshalb sollten auch Sie als Bauherrin oder Bauherr darauf achten, wie genau man es mit der Sicherheit und guten Ausstattung hält. Zum Beispiel in punkto…

Arbeitskleidung: Die Arbeitskleidung der Teammitglieder muss für den Einsatz­zweck geeignet und intakt sein. Nur dann ist die Arbeit sicher. Shirts mit Löchern, ausgebeulte Hosen oder ausgetretene Schuhe können zu Gefahrenquellen werden, denn man kann damit hängen bleiben oder ausrutschen. Es macht also nicht nur einen ungünstigen Eindruck, sondern ist auch riskant, wenn die Mitarbeiter einer Firma in verschmutzter und abgetragener Kleidung daherkommen. Auch vor Arbeit im Unterhemd oder mit nacktem Oberkörper wird wegen erhöhter Hautkrebsgefahr von Fachleuten dringend gewarnt.
Shirts, Overalls, Kappen etc. im Firmenlook sind kein Muss, aber signalisieren zusätzlich Teamzugehörigkeit und vermitteln den Kunden, dass man mit Leistung und Auftreten für Markenqualität einsteht.

Schutzausrüstung: Helme, Handschuhe, Schutzbrillen gehören zur persönlichen Schutzausrüstung und müssen bei den entsprechenden Vorgängen getragen werden. So sind beispielsweise Handschuhe vorgeschrieben, wenn mit scharf­kantigen Metall-Elementen hantiert wird.

Sicherungsmaßnahmen: Ergänzend zur persönlichen Schutzkleidung sind je nach Dachform, Dachhöhe und Einsatzgebiet auch weitere Ausrüstungsgegenstände sowie Maßnahmen erforderlich. Einige werden von den Teammitgliedern selbst getragen, etwa Halte- und Auffanggurte. Andere werden für alle dort Tätigen im Bereich des Arbeitsgebiets angebracht, dazu gehören unter anderem Fangnetze.

Einrüstung: Während Fangnetze und ähnliche Schutzmaßnahmen nur eventuelle Stürze verhindern und vor herabfallenden Werkzeugen und Bauteilen schützen sol­len, schaffen Einrüstungen von Gebäuden oder Gebäudeteilen Arbeitsplattformen, von denen aus handwerkliche Tätigkeiten sicher ausgeführt werden können. Ob Gerüste notwendig sind, hängt von Art und Dimensionierung der Baustelle ab. Alternativ kommen in der Dachdeckerei immer öfter mobile Hubarbeitsbühnen zum Einsatz. Auch bei deren Benutzung sind selbstverständlich jeweils besondere Sicherheitsvorschriften zu beachten.

Wetterschutz: Zurzeit ist noch Sommer, da denken wir natürlich vor allem an die Abschirmung gegen Hitze und Sonnenstrahlung. Aber auch andere Witterungsbedin­gungen erfordern Schutzmaßnahmen. Regen, Herbstwetter mit Laubfall, Raureif und Glätte bergen beispielsweise Rutschgefahren, besonders auf Steildächern. Dagegen sind ebenso Maßnahmen erforderlich wie gegen die Einwirkung von Nässe und Kälte auf die Atemwege und Gelenke. Experten empfehlen die „Zwiebeltechnik“ aus meh­reren dünneren Kleidungsschichten übereinander. So kann man sich bei Bedarf Temperaturänderungen flexibel anpassen und Auskühlen oder Überhitzung vermei­den.

Werkzeug und Technik: Es ist ein Merkmal guter handwerklicher Tradition, dass das Werkzeug immer funktionstüchtig in Schuss gehalten und nach der Arbeit gut verwahrt wird. Dazu gehört übrigens auch die vorschrifts- und sachgemäße Lagerung von Werk- und Hilfsstoffen sowie der dazu gehörigen Behälter, etwa Gasflaschen.

Corona-Vorbeugung und Hygiene: Auf den Baustellen gelten spezielle Corona-Vorbeugungsvorschriften, die genau festgelegt sind. Alle Betriebe müssen ein Hygienekonzept anwenden, das unter anderem Regelungen für die sichere An- und Abfahrt zu den Baustellen, die Teamzusammensetzung, die Arbeitsabstände sowie Desinfektionsmaßnahmen umfasst. Unsere Mitgliedsbetriebe sind immer konsequent und achten streng auf Einhaltung aller Regeln. Der eine oder andere Betrieb hat sogar Vorbildfunktion für andere in der Branche. So kamen aus dem 100 TOP-Kreis zum Beispiel kürzlich nützliche Vorschläge für Verbesserungen der kontaktfreien Lagerorganisation.

Ja, es gibt viel zu beachten, damit Arbeiten auf dem Dach ohne Gefahren für Men­schen und Material ausgeführt werden können. Wenn es um das Thema Arbeitssicherheit geht, ist bei Mitgliedsbetrieben der 100 TOP-Dachdecker auf Regelkonformität und besonderes Sicherheitsbewusstsein Verlass. Was gut für die Teams ist, ist auch überzeugend für die Kunden, wissen unsere Meister und handeln nach der Devise: „Auch Sicherheit ist schließlich Ausdruck von Qualität.“