Schön schlau, wer sich vor einem Dachschaden schützt!

Kommt eine Person oder das Eigentum anderer durch ein schadhaftes Dachelement zu Schaden, muss der Besitzer des Hauses vor Gericht beweisen können, dass er es ordnungsgemäß unterhalten hat und dass der bauliche Zustand regelmäßig überprüft wurde, sonst haftet er. Und zwar unter Umständen mit dem persönlichen Vermögen. Denn wer sich nicht um regelmäßige Kontrollen und Wartung gekümmert und fahrlässig gehandelt hat, verliert den Haftpflicht-Versicherungsschutz. Auch die Gebäudeversicherung muss bei Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht nicht zahlen. Entsprechende Leistungsbeschränkungen sind in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherungen niedergelegt.

Berater und Verbände empfehlen deshalb grundsätzlich nach jedem Sturm eine Dachkontrolle. Inklusive eines Checks aller Aufbauten, also der Schornsteine und Trittbretter, Solar- und Photovoltaikanlagen, Antennen und Satellitenschüsseln sowie der Schneefanggitter.

Verlässliche Instandhaltung und schnelle Reparaturen durch Fachleute schützen vor möglichen Unfällen und deren teuren Folgen. Wer einen Dach-Wartungsvertrag abgeschlossen hat, vermeidet Haftungsrisiken. Und ist gut gewappnet, wenn nach Xavier und Herwart der nächste Extremwind über die Dächer fegt.

§ 823 BGB: Schadensersatzpflicht
(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“